Ratgeber für Eltern

Kind wird geärgert? So stärkst du sein Selbstbewusstsein mit 7 Übungen für zu Hause

Dein Kind kommt still aus der Schule. Es erzählt wenig. Oder es hat montags Bauchschmerzen und will nicht aus dem Haus. Viele Eltern kennen diese Momente. Und viele fragen sich: Wie kann ich mein Kind stärken, wenn es geärgert wird?

10.000+ begleitete Kinder· 12 Jahre Erfahrung· 500+ Kinder pro Woche

Ein Elternteil hält die Handpratze, das Kind schlägt mit den Boxhandschuhen darauf
Gemeinsam üben: Du hältst, dein Kind trifft.

Die gute Nachricht: Selbstbewusstsein lässt sich üben. Haltung, Stimme und Selbstvertrauen wachsen mit jedem Training. Und du kannst viel davon zu Hause mit deinem Kind machen. Vorkenntnisse brauchst du keine.

Hier findest du 7 Übungen aus unserem Training. Jede trainiert etwas anderes: Grenzen setzen, Körpersprache, Stärken, Koordination, Reflexe, Balance und Körperspannung.

Wer wir sind

Wir sind EOM Heroes aus Strullendorf bei Bamberg. Unser Trainer Johannes Schunk trainiert im Fightclub Hirschaid jede Woche rund 500 Kinder. Dazu kommen Programme an 17 Schulen, Kitas und Vereinen in der Region. Die Übungen in diesem Ratgeber stammen aus genau diesem Training.

Für zu Hause

Die 7 Übungen

01
Für alle Altersstufen

Wenn dein Kind geärgert wird: Grenzen setzen und Gefühle im Griff behalten

Dein Kind lernt, ruhig zu bleiben, wenn es geärgert wird. Und es lernt, klar Stopp zu sagen, wenn es genug ist. Du ärgerst dein Kind dafür mit Worten, danach tauscht ihr die Rollen. Dein Kind reagiert in vier Stufen:

  1. Stufe 1IgnorierenEs ignoriert die Sprüche.
  2. Stufe 2Ruhig antwortenEs antwortet ruhig mit Worten.
  3. Stufe 3„Hör auf!"Laut, mit einem lauten Schritt mit rechts nach vorne. Aufrecht, die Hände zur Faust neben dem Körper. Stimme, Körperspannung und Gesicht zeigen: Ich meine es ernst.
  4. Stufe 4HeldenstellungHört das Gegenüber immer noch nicht auf, springt dein Kind in die Heldenstellung. Wie eine Katze, die ihr Fell aufstellt: Sie zeigt, dass sie kratzen könnte. Aber sie tut es nicht.

Das Wichtigste dabei: Dein Kind wird nicht wütend. Es behält seine Gefühle im Griff und lässt sich nicht provozieren.

02
Für 3 bis 7 Jahre

Selbstbewusstsein durch Körpersprache: Gehen wie ein Held

Geht gemeinsam geduckt durch den Raum. Der Blick geht nach unten. Dazu sagt ihr Sätze wie „Heute ist alles blöd. Ich kann gar nichts." Dann wechselt ihr. Jetzt geht ihr aufrecht wie ein Held. Blick nach oben, Schultern und Brust raus, ein Lächeln im Gesicht. Dazu sagt ihr: „Heute ist ein schöner Tag. Mal sehen, was er bringt."

Sprich danach mit deinem Kind darüber. Wann hat es sich besser gefühlt? Und wie kommt man besser durchs Leben?

Eine Gruppe Kinder streckt gemeinsam die Hand aus und ruft laut Stopp, die Trainerin leitet an
Haltung und Stimme: im Training wie zu Hause.
03
Für 3 bis 7 Jahre

Stärken erkennen: Meine Heldenkräfte

Frag dein Kind nach seinem Lieblingshelden. Was kann der besonders gut? Spiderman ist schnell und wendig, Hulk ist kräftig. Sucht dann gemeinsam die Heldenkräfte deines Kindes. Das kann hohes Springen sein oder schnelles Drehen. Genauso zählt es, Schwächeren zu helfen, Fehler zu verzeihen oder eine Entschuldigung anzunehmen. Dein Kind merkt: Jeder hat eigene Stärken.

04
Ein Elternteil zieht dem Kind die Boxhandschuhe in Kindergröße fest
Handschuhe an, dann geht es in den Slalom.
Für 3 bis 7 und 8 bis 15 Jahre

Koordination und Gedächtnis: Der Helden-Slalom

Stell mindestens sechs Becher oder Pylonen in einer Reihe auf. Am Ende liegt eine Matratze, oder du hältst die Handpratze. Dein Kind springt an der ersten Pylone in die Heldenstellung und läuft dann Slalom. Am Ende rufst du eine Zahl von 1 bis 5. So oft trifft dein Kind mit den Boxhandschuhen die Matratze oder die Handpratze.

Ein Durchgang dauert 30 Sekunden. Dein Kind muss sich bewegen, zuhören und die Zahl umsetzen.

05
Für 3 bis 7 Jahre, ab 8 Jahren mit Tennisball

Reflexe trainieren: Softball ausweichen

Dein Kind steht in der Heldenstellung an einer Wand. Du wirfst einen Softball in seine Richtung. Dein Kind versucht, sich rechtzeitig zu ducken und auszuweichen.

06
Für 3 bis 7 Jahre

Gleichgewicht: Balancieren auf der Linie

Leg ein dickes Seil auf den Boden oder kleb eine gerade Linie mit Klebeband. Du stellst dich an ein Ende, dein Kind an das andere. Auf Kommando balanciert ihr aufeinander zu. In der Mitte helft ihr euch gegenseitig, aneinander vorbeizukommen. Das trainiert das Gleichgewicht und das Miteinander.

07
Wandhocke und Heldenrolle für 3 bis 7 Jahre, Tunnel für 8 bis 15 Jahre

Körperspannung: Wandhocke, Tunnel und Heldenrolle

Bei der Wandhocke hält sich dein Kind 10 Sekunden ganz still an der Wand. Das wiederholt ihr 2 bis 3 Mal. Ältere Kinder halten den Tunnel, also den Unterarmstütz, 60 Sekunden lang.

Ein weiteres Beispiel ist die Heldenrolle auf einer Matte. Dein Kind geht leicht in die Hocke, die Hände zu den Füßen. Die Beine gehen auseinander und werden durchgestreckt. Der Po geht nach oben, das Kinn zur Brust. Dein Kind schaut durch die eigenen Beine nach hinten und rollt langsam ab. Gib dabei Hilfestellung.

Zum Merken

Das Wichtigste in Kürze

Keine dieser Übungen wirkt über Nacht. Das Selbstbewusstsein deines Kindes wächst mit jedem Mal Üben und Dranbleiben.

Wichtig: Sag deinem Kind dabei klar: Die Boxübungen sind fürs Training da. Außerhalb davon gelten sie nur in einer echten Notsituation.

Wenn es mehr ist als Ärgern

Wann du Hilfe holen solltest

Übungen stärken dein Kind. Sie ersetzen aber nicht das Gespräch mit Schule oder Kita. Hol dir Unterstützung, wenn du so etwas bemerkst:

  • Es hört nicht auf. Die Sticheleien gehen über Wochen weiter und treffen immer wieder dein Kind.
  • Dein Kind wird ausgegrenzt. Es wird nicht mehr eingeladen, bleibt in der Pause allein oder wird im Klassenchat bloßgestellt.
  • Dein Kind verändert sich. Es zieht sich zurück, schläft schlecht oder will morgens nicht mehr aus dem Haus.

Hör deinem Kind in Ruhe zu, schreib auf, was wann passiert ist, und sprich die Klassenleitung oder die Kita an. Auch die Schulsozialarbeit hilft weiter.

Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche, kostenlos und anonym116 111
Elterntelefon der Nummer gegen Kummer, kostenlos0800 111 0550

Häufige Fragen

Was Eltern uns oft fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind mitmachen?

Ab 3 Jahren. Die Heldenbox gibt es für zwei Altersstufen: 3 bis 7 Jahre und 8 bis 15 Jahre.

Wie oft sollten wir üben?

Einmal pro Woche reicht. Eine Einheit dauert 45 bis 60 Minuten.

Brauchen wir Vorkenntnisse?

Nein. Du brauchst weder Kampfsport-Erfahrung noch Vorwissen. Alles ist Schritt für Schritt erklärt.

Schützt das Training mein Kind vor Ärger in der Schule?

Kein Training kann versprechen, dass ein Kind nie geärgert wird. Die Übungen trainieren Haltung, Stimme und Selbstvertrauen. Das hilft deinem Kind, klar aufzutreten und sich Hilfe zu holen. Es lernt auch, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und sich von der Meinung anderer abzugrenzen.

Was kostet die Heldenbox?

Die Heldenbox kostet 299 Euro, versandkostenfrei. Ratenzahlung ist möglich.

Inhalt der Heldenbox 3 bis 7: Boxhandschuhe, Handpratzen, Trainingssticks, Heldenbuch, Armbänder, Tattoos und Urkunde

Noch mehr Übungen

Das war nur ein kleiner Ausschnitt.

In der Heldenbox stecken noch viele weitere Übungen. Für Kinder von 3 bis 7 Jahren gibt es zwölf gefilmte Einheiten, für 8 bis 15 Jahre acht Einheiten. Jede Einheit bringt neue Übungen für Haltung, Stimme, Koordination, Reflexe, Kraft und Konzentration.

Dazu kommen Boxhandschuhe in Kindergröße, Handpratzen, zwei Trainingssticks aus weichem Schaumstoff und eine Tiefenentspannung zum Anhören. In der Box für 3 bis 7 Jahre liegt außerdem das Heldenbuch mit elf Kapiteln. Alles ist Schritt für Schritt erklärt, sodass du direkt mit deinem Kind loslegen kannst.

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